Samstag, 16. Mai 2015

Meine erste "Schreibnacht"


15. Mai 2015, endlich ist es soweit! Meine erste Schreibnacht steht vor der Tür. Ich bin schon den ganzen Tag mega hibbelig und kann es kaum erwarten, endlich mit einer Horde anderen Autoren gleichzeitig zu schreiben. Ich mache extra einen Mittagsschlaf um ganz sicher zu gehen, auch ja nicht vor drei Uhr morgens einzuschlafen.

19:50 Uhr

Hastig schnipple ich mir etwas Obst und stelle Studentenfutter zum Knabbern bereit. Teewasser kocht auch schon. In zehn Minuten geht's los.

20:00 Uhr

Mein Handywecker piept und erinnert mich daran, dass die Schreibnacht beginnt! Ich schaue mich auf Schreibnacht.de um. Schon jemand da? Und ob! Über 40 User sind online.

20:05 Uhr

Die ersten Fragen an Special Guest Anke Henkel trudeln schon ein. Blöderweise habe ich mir keine notiert... dann werde ich heute eben nur mal zusehen!

20:16 Uhr

Meine Pizzabaguettes sind im Ofen. Eigentlich esse ich um diese Zeit ja nichts mehr, aber heute mache ich mal 'ne Ausnahme.

20:28 Uhr

Der Ofen piept. Mein Abendessen ist fertig! Ich reiße mich vom Laptop los - die Fragen und Antworten an den Special Guest sind so spannend. Ich will nichts verpassen und schaufle mir schnell ein Baguette auf den Teller. Neben dem Essen lese ich mich durch die Fragestunde.

21:06

Die erste Etappe beginnt! Ich lege mit dem Schreiben los - zumindest will ich das. Ich habe mir eine Horrorkurzgeschichte vorgenommen. Die Idee dazu kam mir neulich morgens kurz nach dem Aufstehen. Doch, wie soll ich bloß anfangen? Ich stecke eine Weile fest, bevor ich dann mit äußerst ungeschickten Sätzen die Geschichte beginne...
Ich habe mir für diese Etappe 500 Wörter vorgenommen. Werde ich es schaffen?

21:53

Puh, das war ein schwerer Start. Aber ich habe meine gewünschte Wortzahl knapp überschritten. Ich nehme mir nochmals 500 Wörter vor.

22:50

Ende der 2. Etappe. Ich habe über 700 Wörter geschafft. Damit soll es aber auch die produktivste Etappe bleiben. In den nächsten zwei Etappen werde ich mehrfach von Leuten abgelenkt. Mein Handy piepst ständig. Außerdem finde ich ein Paket vor meiner Wohnungstür, von dem ich den ganzen Tag noch nichts geahnt hatte... *_*

00:50

Meine Kurzgeschichte ist mit 2202 Wörtern abgeschlossen. Doch das Ergebnis lässt sehr zu wünschen übrig. Ich bin ziemlich enttäuscht über mein Schreibwerk. Das hätte ich auch besser hinkriegen können ...
Eigentlich sollte es eine Gruselgeschichte werden, doch sie hat beinahe etwas Komisches.

02:00

So langsam macht sich die Müdigkeit bemerkbar, doch ich will noch wach bleiben bis zum offiziellen Ende. Ich schreibe an meinen Blogbeiträgen um wenigstens noch ein paar Buchstaben zu tippen und etwas Produktives zustande zu bringen. Außerdem bin ich auf Twitter aktiv. Es macht Spaß, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Ich habe das noch nie so aktiv betrieben wie in dieser Nacht.

02:19

Ich trinke meine letzte Tasse Tee für heute. Der Gedanke an meine Kurzgeschichte lässt mich nicht los. Warum ist sie mir nicht so gut gelungen, wie ich es mir vorgestellt habe? Was habe ich falsch gemacht? Was sollte ich daran verändern, dass die Geschichte doch noch stimmig wird? Ich versuche mir einzureden, dass es immerhin eine gute Übung war. Enttäuscht bin ich trotzdem. Was ist nur los mit mir in letzter Zeit? Ich habe wirklich gute Ideen, aber an der Umsetzung hapert es total.

03:00

Und schon ist es wieder vorbei! Die Nacht ist rasend schnell vergangen und ich bin noch gar nicht müde ...
Eins steht fest: Bei der nächsten Schreibnacht bin ich auf jeden Fall wieder mit dabei. Und jetzt, da ich weiß, wie die Sache abläuft, werde ich hoffentlich auch besser vorbereitet sein.

Noch schnell den Bericht fertig tipppen und dann ab in die Heia! Gute Nacht! ;-)

Kommentare:

  1. Das war echt eine tolle Nacht :) Schön, dass du dabei warst! :]

    AntwortenLöschen
  2. War auf jeden Fall super! Freu mich schon auf das nächste Mal! Und danke, dass du den ersten Kommentar in meinem Blog geschrieben hast ;-)

    AntwortenLöschen