Samstag, 24. Oktober 2015

Rezension: "Nachtjägerin" von Jeaniene Frost ***

Titel: Nachtjägerin
Autorin: Jeaniene Frost
Genre: Horror, Fantasy
Verlag: Penhaligon
Seiten: 414
Format: Taschenbuch
Preis: 14,99 €
Urteil: 3/5 Sterne

Klappentext

Vor Jahrhunderten schwor der geheimnisumwitterte Vampir Spade, sie nie wieder in eine Sterbliche zu verlieben - doch Denise MacGregor kann er kaum widerstehen! Dabei weiß Spade, dass er hart bleiben muss. Denn sobald der erste verführerische Tropfen Blut fließt, sind sie beide auf immer verloren...


Rezension

"Nachtjägerin" war das erste Buch, das ich von der Autorin Jeaniene Frost gelesen habe. Ich habe es in der Bibliothek ausgeliehen, da mich das Cover und der Klappentext sofort angespochen hatten. Ich liebe komplizierte Liebesgeschichten, gerne auch zwischen zwei völlig unterschiedlichen Charakteren und mit einer Portion Erotik. Außerdem stand das Buch im Regal "Grusel/Horror", was mich ebenfalls neugierig machte, denn ich hatte Lust auf etwas Düsteres.

Ich muss zugeben, ich hatte anfangs ziemliche Schwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen. Sie wird sowohl aus der Perspektive der Protagonistin Denise MacGregor erzählt, als auch aus der Sicht des Vampirs Spade. Ab und zu wechseln diese Perspektiven sogar innerhalb eines Kapitels und das fand ich dann doch sehr verwirrend. Es fiel mir dadurch auch ziemlich schwer, mich richtig in die Figuren reinzufühlen. Gegen Ende der Geschichte gelang mir das zumindest bei Spade, doch Denise blieb für mich mehr oder weniger eine Fremde. So richtig schlau geworden bin ich aus ihr auch nicht. Denise reagiert häufig ziemlich zickig und wird wegen absoluten Lappalien sofort wütend. Auf der anderen Seite tut sie mir aber auch ein bisschen leid, weil sie - bis auf den Schluss - ständig die schwache Sterbliche spielen muss, während Spade als Supervampir alles regelt.

Bis etwa zur Mitte des Buches habe ich mir öfters überlegt, es abzubrechen, weil ich nicht sicher war, ob das Buch dem entsprach, was ich gerne lese. Doch ich bin froh, dass ich es nicht getan habe. Je länger ich in der Geschichte drin blieb, desto besser konnte ich die Figuren verstehen und desto spannender wurde auch die Handlung. Jeaniene Frost hat definitiv einen schönen Schreibstil und besonders ihre ausgeschmückten Sexszenen fand ich sehr gelungen. ;-)

Dennoch wurde beim Lesen relativ schnell deutlich, dass es sich bei dem Buch um ein Spin-off einer anderen Buchreihe der Autorin handelt (über die Vampire Cat und Bones, die später auch bei "Nachtjägerin" vorkommen). Da ich diese Reihe nicht kenne, hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, etwas Wichtiges verpasst zu haben. Es ist zwar nicht zwingend notwendig, dass man diese Bücher vorher gelesen hat, da es sich um eine eigenständige Geschichte handelt, doch es schadet gewiss nicht, da immer wieder darauf angespielt wird.

Fazit

"Nachtjägerin" ist eine prickelnde Liebesgeschichte zwischen einem Menschen und einem Vampir, die in ein aufregendes Abenteuer verpackt ist. Ich empfehle das Buch jedem, der die Reihe über Cat und Bones gelesen hat, als Fortsetzung. Jedoch ist das Buch auch eine unterhaltsame Lektüre, für all jene, die auf düstere Fantasy mit knisternder Erotik stehen.

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